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Sozialversicherungsbeiträge – ohne Gegenleistung für mitarbeitende Familienangehörige, Gesellschafter und Geschäftsführer? Chance oder Risiko?

Geschäftsführer, Gesellschafter oder mitarbeitender Familienangehöriger tragen viel Verantwortung und oft auch einen Teil des unternehmerischen Risikos ihres Unternehmens.

Für die mitarbeitenden Familienangehörigen, die minderbeteiligten Gesellschafter, Gesellschafter-Geschäftsführer und die (Fremd-) Geschäftsführer werden in aller Regel Sozialversicherungsbeiträge als Pflichtbeiträge abgeführt.

Die Sozialversicherungsträger, wie z.B. die Bundesagentur für Arbeit, prüfen bei Beantragung von Leistungen (z.B. Arbeitslosengeld), ob es nicht eine Möglichkeit gibt – trotz gezahlter Beiträge – die Leistung zu verweigern. Die Begründung:

Es habe nie ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis bestanden!

Diese von den Sozialgerichten vielfach bestätigte Vorgehensweise birgt neben dem Risiko auch eine Chance. Auf Antrag prüfen die Sozialversicherungsträger, ob wirklich ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis vorliegt und erstatten für den Fall, dass keine Versicherungspflicht besteht. Dies gilt auch für bereits gezahlte Beiträge aus der Renten- und Arbeitslosenversicherung (maximal 4 Jahre).

Erstattungen von über 12.000,- € pro Kalenderjahr sind keine Seltenheit.  

Somit hat ein unternehmernaher Personenkreis die Möglichkeit, das System der gesetzlichen Rentenversicherung zu verlassen und die Option seine Versorgung nach eigenen Vorstellungen aufzubauen. Ohne Mehraufwand stehen dabei bis zu 1.400,- € mtl. zur Verfügung.  

Wenn familiennahe Mitarbeiter, Gesellschafter oder Geschäftsführer ihre Tätigkeit – bis auf wenige besondere Rechtsgeschäfte – weitgehend weisungsfrei ausüben, besteht die Möglichkeit, dass kein abhängiges Beschäftigungsverhältnis besteht. Eigenes unternehmerisches Risiko wie Darlehen, persönliche Bürgschaften gelten ebenfalls als Kriterien für ein sozialversicherungsfreies Arbeitsverhältnis.

Zwar gibt es seit 01.01.2005 für neu angemeldete Gesellschafter-Geschäftsführer eine automatische Prüfung der aktuellen sozialversicherungsrechtlichen Stellung, aber nicht immer sind die Bescheide unter Berücksichtigung aller relevanten Details einer Beschäftigung getroffen und zudem kann sich seit der ursprünglichen Anmeldung innerhalb der Gesellschaft und des Beschäftigungsverhältnisses viel getan haben. Die automatische Prüfung gilt zudem nur für Neuanmeldungen. Was ist, wenn ein jahrelang aktiver Familienangehöriger / Mitarbeiter zum neuen oder weiteren Geschäftsführer bestellt wird – ist er dann in allen Fällen „fremdbestimmter Mitarbeiter“ oder vielleicht doch „Unternehmer“? Gerade bei Familien-GmbH`s ist es keine Frage, ob man Unternehmer ist, sondern nur eine Frage, wann man es wird.

Aufgrund der unsicheren Rechtslage wird jedem familiennahen Mitarbeiter, Gesellschafter oder Geschäftsführer empfohlen, seinen Sozialversicherungsstatus auf alle Fälle immer wieder einmal überprüfen zu lassen. Denn nur so wird eine dauerhafte Rechtssicherheit gewährleistet. Sollten Sie eine oder mehr Fragen in der beigefügten Checkliste mit „Ja“ beantworten und Pflichtbeiträge in die gesetzlichen Sozialversicherungsbereiche (vor allem Arbeitslosen- und Rentenversicherung) zahlen, dann ist eine intensive Beschäftigung mit der Frage der sozialversicherungsrechtlichen Stellung auf jeden Fall zu empfehlen.

Nutzen Sie daher unseren Service. In enger Zusammenarbeit mit Ihrem Steuerberater und / oder Rechtsanwalt werden zunächst alle Fakten analysiert, um danach ggfls. eine  qualifizierte sozialversicherungsrechtliche Beurteilung vorzubereiten.

Wir verfügen über mehr als 20 Jahre praktische Erfahrung mit diesem Thema und sind bereits bei hunderten von Fällen an der Seite unserer Kunden gewesen. Gerade Steuerberater kommen immer wieder gerne auf uns zu, um im Auftrag ihrer Mandanten unsere praxisnahe Einschätzung und Analyse anzufordern.

Hier finden Sie eine Checkliste zur Ersteinstufung zum Download:


Bitte beachten Sie, dass wir in diesem Zusammenhang keine verbindliche Steuer– oder Rechtsberatung vornehmen dürfen und unsere Leistungen sich im Rahmen des aktuellen Rechtsdienstleistungsgesetzes bewegen. Sollten anwaltliche Tätigkeiten erforderlich sein, so können wir gerne Kontakte zu erfahrenen Rechtsanwälten herstellen.